Sparkonto - Definition, Zinsen und Vergleich

 

Da Sparkonten in aller Regel kostenlos sind und sich die Eckdaten wie unmittelbare monatliche Verfügungen gleichen, entscheidet meist der Zinssatz darüber, welches Sparkonto am besten ist. Hier hilft ein Blick in unsere tagesaktuellen Vergleiche für Sparbücher (Sparkonto mit dreimonatiger Kündigungsfrist) und Tagesgelder (täglich verfügbare Spareinlagen)/5().

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Das Tagesgeldkonto ist das bessere Sparkonto für Kinder!

Das Sparbuch oder Sparkassenbuch weist die Geldbewegungen (Einzahlungen, Auszahlungen, Zinsgutschriften usw.) eines Sparkontos aus. Ein Sparkonto wird für jede Spareinlage, der wohl am meisten verbreiteten Form der Geldanlage in Deutschland, geführt.

Auf einem Sparkonto zahlen Sparer Geld ein und können darüber auch relativ flexibel verfügen. Ein Sparkonto kann man bei einer beliebigen Bank eröffnen — entweder bei einer Filialbank bei sich am Ort oder auch bei einer der vielen Online-Banken. Manche Bank gewährt ihren Kunden sogar eine Prämie, wenn sie ein Sparkonto bei ihr eröffnen, so zum Beispiel die Consorsbank, bei der man 25 Euro Prämie bei der Einrichtung des ersten Sparplans erhält.

Wer ein Sparkonto eröffnen möchte, sollte zudem vergleichen, wie hoch die Guthabenverzinsung ausfällt. Diese sollte im Idealfall höher ausfallen als bei einem Tagesgeldkonto. In der Regel wird sie allerdings niedriger ausfallen als bei einem Festgeldkonto. Der Hintergrund leuchtet ein: Auf einem Tagesgeldkonto ist das Geld täglich verfügbar.

Bei einem Festgeldkonto liegt das Geld bis zu einem bestimmten Stichtag fest. Bei einem Sparkonto gelangt man mit einigen Wochen Kündigungsfrist — die Laufzeit variiert je nach Anbieter. Diese geringere Flexibilität sollte von der Bank mit einem dementsprechend höheren Zinssatz für das Guthaben honoriert werden. Ist ein physisch vorliegendes Sparbuch vorhanden, muss dies entwertet werden.

Daher müssen Sie es entweder in der Bankfiliale vorlegen oder per Post an das Geldhaus zurücksenden. Vorhandene Einlagen werden auf ein Referenzkonto überwiesen oder können in der Filiale auch bar ausgezahlt werden. Insbesondere bei älteren Sparbüchern gelten manchmal Sonderkonditionen.

Daher sollten Sie vor der Kündigung in Ihren Vertragsunterlagen überprüfen, ob bei einer Kündigung möglicherweise Vorschusszinsen oder andere Gebühren anfallen. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Sparbuch verloren gegangen ist, sollten Sie dies unverzüglich dem kontoführenden Institut mitteilen.

In der Regel sperrt die Bank das Sparkonto dann umgehend. Sie müssen den Verlust allerdings auch noch einmal offiziell in Schriftform beim Geldinstitut melden, damit dies das verlorene Sparbuch für ungültig erklären und Ihnen infolgedessen ein neues Sparbuch ausstellen kann. Da Sie der Bank so einen Verlust verursacht haben, wird für die Neuausstellung in den meisten Fällen eine Gebühr fällig. Eine sofortige Sperrung des Sparkontos ist auch deshalb so wichtig, weil die Bank die Identität der Person, die Geld vom Sparbuch abheben möchte, zwar prüfen kann, aber nicht dazu verpflichtet ist.

Entsprechend ist ein potenzieller Finder des verlorenen Sparbuchs verfügungsberechtigt, also in der Lage, zum Schalter zu gehen und Geld abzuheben. Wenn Bankkunden auffällig hohe Beträge abheben möchten oder mehrere Abhebungen innerhalb eines kurzen Zeitraums vornehmen, fragen die Angestellten am Schalter in der Regel nach dem Personalausweis.

So wird der gefühlte Nachteil des Sparbuchs in Heftform, dass es nicht am Automaten genutzt werden kann, zum Vorteil. Die Popularität des Tagesgeldkontos hat Gründe: Sie können jederzeit so viel Geld verschieben, wie Sie möchten — monatliche Höchstbeträge oder eine Kündigungsfrist gibt es beim Tagesgeld nicht.

Der vielleicht wichtigste Vorteil des Tagesgelds gegenüber dem Sparbuch sind jedoch die meist etwas höheren Zinsen. Weiterhin verzinsen die Banken den eingezahlten Betrag bei vielen Tagesgeldmodellen jeden Monat oder jedes Quartal — so entstehen Zinseszinseffekte, über die sich der Effektivzins verbessert. Ansonsten finden sich alle Vorzüge des Sparbuchs auch bei Tagesgeldkonten. Die Sicherheit der Anlage ist beispielsweise ebenso so hoch.

Eine Mindesteinlage gibt es meist ebenfalls nicht. Selbstverständlich hat das Sparkonto mit Tagesgeld nicht nur Vorteile, Verbraucher müssen sich auch mit einigen Defiziten begnügen. Der Zinssatz ist nicht fest, sondern den Bedingungen des Marktes unterworfen. Die Banken können entsprechend entscheiden, bei der Kontoeröffnung angebotene attraktive Tagesgeldzinsen nach einiger Zeit zu senken.

Da die Zinsen sich somit ständig verändern, ist es beim Tagesgeld schwer, die Geldanlage langfristig durchzuplanen. Bei vielen Banken orientiert sich die Verzinsung an der Einlagenhöhe: Höhere Einlagen werden schlechter verzinst als niedrigere. Nicht selten beträgt die Differenz mehrere Nachkommastellen. Auch die Grenze, ab der der niedrigere Zinssatz gezahlt wird, kann unterschiedlich hoch ausfallen.

Einige Anbieter reduzieren die Zinsen bereits bei Einlagen ab Kunden versuchen hierbei, ihr Erspartes stets bei der Bank mit dem besten Zins zu platzieren. Verschärft wird dieser Wettlauf durch Sonderangebote der Banken.

Gerade Neukunden werden von den Instituten oftmals mit einem kurzfristigen Garantiezins bedacht. Dieser liegt über dem durchschnittlichen Marktzins, fällt nach einigen Monaten aber auf den Standardzins für Bestandskunden der Bank. Auch locken manche Anbieter von Tagesgeldkonten die Kunden mit kleineren Startguthaben. Lesen Sie bei solchen Angeboten unbedingt das teilweise gut versteckte Kleingedruckte: Oftmals müssen Sie bestimmte Bedingungen erfüllen, um das Startguthaben wirklich zu erhalten, etwa eine Mindestsumme anlegen.

Eine langfristigere und dadurch unflexiblere Alternative zum Sparbuch und zum Tagesgeld ist das Festgeldkonto. Hier legen Sie einen mittelhohen bis hohen Betrag ein — meist liegt die Mindesteinlage bei Festgeld im unteren vierstelligen Bereich. Häufig verlängert sich der Festgeldvertrag nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit um ein weiteres Jahr, wenn Sie Ihr Festgeldkonto nicht fristgerecht kündigen.

Bei einer vorzeitigen Kündigung eines Festgeldkontos fallen häufig nicht unerhebliche Gebühren an. Entsprechend wichtig ist es also, dass Sie nur Beträge auf einem Festgeldkonto anlegen, die Sie während der gesamten Laufzeit entbehren können.

Die Zinsen sind für die gesamte Laufzeit festgeschrieben — und in der Regel höher als beim Sparbuch und beim Tagesgeldkonto. Potenzielle Zinsschwankungen wie beim Tagesgeld kommen beim Festgeld aufgrund der Zinsbindung nicht vor. Die Höhe der Zinsen genau sind, variiert zwar von Anbieter zu Anbieter leicht, orientiert sich aber grundsätzlich am Marktzins.

Grundsätzlich hängen die Konditionen von der Laufzeit und von der Höhe des eingezahlten Betrags ab. Je länger Sie sich verpflichten und je mehr Geld Sie anlegen, desto besser sind bei einem Festgeldkonto in der Regel die Zinskonditionen. Es ist sinnvoll, die Laufzeit einer Festgeldanlage entsprechend des aktuellen Zinsniveaus zu wählen.

In Niedrigzinsphasen sollten Sie Festgeld mit möglichst kurzer Laufzeit anlegen — möglichst nicht länger als 24 Monate. Möglicherweise steigen die Zinsen in der Zwischenzeit wieder, sodass Sie nach der zweijährigen Laufzeit die Chance haben, Ihr Geld zu besseren Konditionen anzulegen. In Zeiten hoher Zinsen ist es sich umgekehrt: Ist die Verzinsung gut, sollten Sie Ihr Geld so lange wie möglich auf dem Festgeldkonto lassen — sofern Sie während der gesamten Zeit auf das Geld verzichten können.

Sie erhalten auf jeden Fall für die gesamte Laufzeit den bei Vertragsabschluss vereinbarten Zins, auch wenn die Zinsen im Allgemeinen in der Zwischenzeit deutlich gefallen sein sollten.

Wie bei anderen Sparkonten auch, gehören gering Kosten und hohe Sicherheit zu den Vorzügen des Festgeldkontos. Kontoeröffnung und -führung sind üblicherweise kostenfrei und das Risiko ist gering. Wie alle Sparkonten sind auch Festgeldkonten durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Innerhalb der EU sind Einlagen bis zu einer Höhe von Die deutschen Regelungen gehen sogar über die EU-Regelungen hinaus. Häufig bieten ausländische Geldinstitute bessere Konditionen für Festgeld an als inländische Anbieter. Bei vielen von ihnen handelt es sich um renommierte Institute. Allerdings sollten Sie vor der Anlage als Fest- bzw. Tagesgeld im Ausland bedenken, dass die Abwicklung im Falle einer finanziellen Schieflage des Anbieters komplizierter werden kann als bei einem deutschen Geldhaus.

Vorsichtig sollten Sie allerdings bei kleinen, unbekannten Banken aus Ländern mit niedriger Bonität sein. Denn trotz Einlagensicherung besteht die Möglichkeit, dass diese Geldhäuser im Krisenfall unter Umständen zahlungsunfähig werden. Grundsätzlich gilt für Tages- und auch für Festgeld, dass Sie ein Konto eröffnen können, sobald Sie das Lebensjahr erreicht haben, rechtlich also eine geschäftsfähige Person sind.

Beachten Sie, dass Sie beim Festgeld in der Regel eine Mindestsumme einzahlen müssen — beim Tagesgeld müssen Sie diese erste Hürde häufig nicht nehmen. Der Weg über das Netz ist oft auch komfortabler: Komplett online ist ein Anschluss allerdings nicht möglich, es muss immer noch ein Vertrag handschriftlich unterzeichnet werden.

Die Vertragsunterlagen gehen Ihnen entweder per Post zu oder werden bei einigen Anbietern auch online zum Download bereitgestellt. Die erforderlichen Unterlagen erhalten Sie von der jeweiligen Bank. Tages- und Festgeldkonten funktionieren über ein Referenzkonto — dieses ist üblicherweise Ihr Girokonto.

Entsprechend müssen Sie bei der Kontoeröffnung eine Bankverbindung angeben. Ein- und Auszahlungen in bar sind bei diesen Konten nicht möglich, alle Transaktionen werden über das Referenzkonto abgewickelt. Gebühren für Buchungen fallen üblicherweise nicht an. Beachten Sie jedoch, dass das Tagesgeld nur ein Guthabenkonto ist — Rechnungen etwa können Sie über dieses Konto nicht begleichen. Barauszahlungen sind nicht möglich.

Das Tagesgeldkonto gilt zwar als sehr flexible Geldanlagen, dennoch haben Sie keinen unmittelbaren Zugriff auf Ihr Geld. Über die gesamte Laufzeit bleibt die Summe unberührt, es finden also normalerweise keine Transaktionen statt.

Wenn Sie ein Tagesgeldkonto kündigen möchten, sollten Sie dies schriftlich erledigen. Viele Banken bieten die passenden Formulare zum Download auf ihrer Internetseite an. Sie können aber auch ein formloses Schreiben aufsetzen, in dem Sie Ihre Bankdetails sowie Ihre Kundennummer vermerken. Sie brauchen keine Gründe für die Kündigung anzugeben.

Die Zinsen rechnet Ihnen die Bank für die Periode anteilig an. Kündigungsfristen sind beim Tagesgeldkonto nicht einzuhalten, Sie können das Konto in der Regel jederzeit auflösen.

Während Sie sich beim Tagesgeldkonto also keine Gedanken über die Kündigung machen müssen, sollten Sie diese beim Festgeldkonto ständig im Hinterkopf haben. Während der festgelegten Laufzeit ist Festgeld ist eine Kündigung eigentlich nicht vorgesehen und nur in Ausnahmefällen möglich.

Wenn Sie sich mit der Bank einvernehmlich auf eine Auflösung des Kontos einigen können, entstehen Ihnen in der Regel hohe finanzielle Verluste. So kann die Bank beispielsweise alle bis dato angefallen Zinsen zurückfordern oder eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Der Grund, warum die Kündigung für Festgeldkontobesitzer ein zentrales Thema sein sollte, ist, dass Festgeldanlagen häufig eine sogenannte Prolongation beinhalten.

Dies bedeutet, dass sich die Laufzeit nach Ablauf der ursprünglichen Laufzeit verlängert — häufig um ein weiteres Jahr oder noch einmal um die ursprüngliche Laufzeit. Eine solche Prolongation ist ein zwei Varianten möglich: Hier ist eine Kündigung also nicht vonnöten.

Bei der automatischen Prolongation ist es hingegen elementar, dass Sie auf die Fristen für die Kündigung achten. Hier müssen Sie nämlich aktiv widersprechen, ansonsten wird Ihr Geld erneut auf bestimmte Zeit zum üblichen Marktzins angelegt.

Ihre Zustimmung muss die Bank bei der automatischen Prolongation nicht einholen. Wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihr Geld mit einer möglicherweise schlechteren Verzinsung erneut für einen festen Zeitraum angelegt wird, sollten Sie der Prolongation rechtzeitig vor Ende der Laufzeit widersprechen.

Verbindliche Regelungen gibt es allerdings, daher sollten Sie unbedingt in Ihrem Vertrag prüfen, wann die Widerspruchsfrist für Ihr Festgeldkonto abläuft.