Vogelgrippe H5N1

 

Opiate und Opioide sind sehr stark wirkende Schmerz- und Betäubungsmittel mit einem hohen Suchtpotenzial. Während es sich bei Opiaten im engeren Sinne um jene Mittel handelt, die Opium oder Opiumalkaloide - insbesondere Morphin - enthalten, bezeichnet der Begriff Opioide alle.

Virus der infektiösen Pankreasnekrose.

Export & Auslandsmärkte

Bei Verdacht oder Ausbruch einer Tierseuche können von den Veterinärbehörden eine Reihe von Maßnahmen angeordnet werden, wobei selbst verfassungsmäßige Rechte wie die Freiheit der Person, die Freizügigkeit oder die Unverletzbarkeit der Wohnung vorübergehend eingeschränkt werden können.

In den meisten Ländern werden die Importe und der Binnenhandel mit Bruteiern und Hühnern allerdings nicht oder nicht wirksam kontrolliert.

Noch in den Anfängen steht die Überwachung des internationalen Handels mit industriellem Geflügelfutter , das auch Hühnerfleisch und Hühnerabfall und damit Reste von Kot, Federn oder Einstreu enthält. Um einheimisches Geflügel vor einer möglichen Übertragung von Influenzaviren durch Wildvögel zu schützen, wird seit in Europa auch ein erweitertes Überwachungsprogramm Wildvogelmonitoring durchgeführt, vorrangig bei wild lebenden Enten und Gänsen. Das Beprobungsprogramm stützt sich u.

Proben wie Rachen- und Kloakentupfer, Blut oder Kot werden an die zuständige Untersuchungseinrichtung geschickt und dort auf Influenzaviren getestet. Nachdem sie über acht Jahre hinweg in Schweden und den Niederlanden knapp Die Infektionsraten unterlagen erheblichen jahreszeitlichen Schwankungen: Während im Frühjahr nur selten Influenzaviren gefunden wurden, erwiesen sich im Herbst über 20 Prozent der Enten als influenzainfiziert. Für Tiere gibt es seit langem eine Reihe wirksamer Totimpfstoffe gegen Influenzaviren, ferner wurden — u.

Auch die Weltgesundheitsorganisation warnte wiederholt nachdrücklich vor Impfungen, da geimpfte Tiere nicht mehr von virentragenden Tieren unterschieden werden könnten. Überdies könnten geimpfte, infizierte Vögel zu Überträgern der Viren werden, ohne selbst Symptome zu zeigen.

Auch bestehe die Gefahr, dass die Viren in unerkannt infizierten Tieren mutieren und dass diese Erbgutveränderungen sich leichter ausbreiten könnten als in nicht-geimpften Beständen, da diese ja nach jedem Ausbruch getötet würden; eine derartige Entwicklung wurde nach einem H5N2-Ausbruch in Mexiko beobachtet. Dennoch gab es am Besonders bei seltenen Arten dürfen die einzelnen deutschen Bundesländer seitdem das Impfen von Zootieren zulassen.

Er sprach sich daher für eine flächendeckende Impfung der Tiere aus. Am gleichen Tag kündigte die Volksrepublik China eine Impfung ihres gesamten Geflügelbestandes an, der nach offiziellen Schätzungen 15 Milliarden Tiere umfassen soll. Ende Oktober wurde bekannt, dass sich bereits seit Herbst ein neuer Subtyp des Fujian-Stammes in Südostasien ausgebreitet hat, der die seit bekannten Virus-Varianten verdrängt hat. Bis August wurde er in 12 chinesischen Provinzen nachgewiesen, zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits mindestens 22 Personen infiziert.

Eine Besonderheit dieser Erkrankungen war, dass weder vorher noch nachher in der Nähe dieser Personen — zumeist Stadtbewohner — Infektionsherde unter Geflügel festgestellt werden konnten, so dass unklar ist, wie sich die Personen angesteckt haben.

So könnten sich Viren in geimpften Tieren vermehrt und durch Mutationen an deren veränderte Immunabwehr angepasst haben. Forscher der University of Hongkong um Yi Guan hatten zudem in Südchina wiederholt Proben von Geflügel genommen, das auf lokalen Märkten verkauft wurde.

Der Impfstoff rege die Tiere zur Herstellung von Antikörpern an, die sich geringfügig — aber nachweisbar — von jenen Antikörpern unterscheiden, die der so genannte Wildtyp hervorruft. Geimpfte Truthühner , so die Erfahrungen in Italien, seien zudem wesentlich schwieriger mit Influenzaviren zu infizieren und schieden im Falle einer Infektion wesentlich weniger Viren aus.

Die Vogelgrippe ist eine Zoonose , also eine Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Mehrere Übergänge von Mensch zu Mensch sind möglicherweise vorgekommen, konnten aber nicht mit letzter Sicherheit nachgewiesen werden einige Beispiele siehe hier. März verstorbene Fünfzehnjährige aus Vientiane , erst diagnostiziert, nachdem sie in ein thailändisches Krankenhaus gebracht worden war.

Auch in den ländlichen Regionen Indonesiens sterben laut Nature täglich tausende Menschen an Infektionskrankheiten, ohne dass eine genaue Analyse der Erreger vorgenommen wird. Ebenfalls angezweifelt wird von Experten die Verlässlichkeit der aus China gemeldeten Fallzahlen. Für die wiederholten Ausbrüche der Krankheit seit wies die Statistik der Weltgesundheitsorganisation am 1. November folgende bestätigte Erkrankungsfälle bei Menschen aus: Laut amtlicher deutscher Todesursachenstatistik sterben pro Jahr allein in Deutschland bis zu Pandemie-Warmstufe 3 , die dadurch definiert ist, dass ein neuer Influenza-Subtyp in seltenen Einzelfällen von Mensch zu Mensch übertragen wird; [43] diese Zuordnung blieb auch im Jahr nach dem Auftreten der so genannten Schweinegrippe Influenza-A-Virus H1N1 bestehen.

Viele Experten befürchten allerdings, das Vogelgrippevirus könne sich mit einem Erreger der Humangrippe kreuzen. Auf diese Weise könnte ein neuer Virussubtyp mit veränderten Eigenschaften entstehen. Denkbar wäre dann, dass dieser neue Virustyp leichter von Tier zu Mensch oder gar von Mensch zu Mensch übergehen könnte. Als grundsätzlich möglich gilt aber auch ein massiver unmittelbarer Übergang von Influenzaviren der Vögel auf den Menschen, sofern es bei den Viren zuvor zu bestimmten Veränderungen in ihren Erbanlagen gekommen ist.

Seitdem das bekannt wurde, wird das Risiko für eine neuerliche Influenzapandemie deutlich höher eingestuft. August in der FAZ: Ende März wurde in der Fachzeitschrift Nature eine Untersuchung von japanischen und amerikanischen Wissenschaftlern um Kyoko Shinya von der University of Wisconsin in Madison , USA , veröffentlicht, die erklären soll, warum bisher die Übertragung von Mensch zu Mensch noch nicht auftritt.

Anders als herkömmliche Grippeviren, die sich in den oberen Atemwegen festsetzen, befällt das aggressive Vogelgrippevirus vor allem die unteren Atemwege. Es nistet sich dabei in den Lungenbläschen ein. Eine Verbreitung des Virus von Mensch zu Mensch durch Husten oder Niesen würde dadurch erschwert, obwohl sich der Erreger in der menschlichen Lunge gut vermehren könne. Sollten die Viren die Fähigkeit erlangen, die oberen Atemwege zu besiedeln, würde die Wahrscheinlichkeit einer Pandemie zunehmen können.

Das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK hat auf seiner Internetseite Empfehlungen für Einsatzkräfte veröffentlicht, die mit der Beseitigung infizierter Tiere befasst sind. Informationen zum Selbstschutz beim Umgang mit infektiösen Tieren oder Tierkadavern sowie zur erforderliche Schutzausstattung gegeben. Auch wenn das Risiko einer Vogelgrippeerkrankung extrem gering ist, sollte bei Grippesymptomen ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Das Robert-Koch-Institut hat ferner Empfehlungen herausgegeben, falls das Virus tatsächlich massiv auf den Menschen übertreten sollte. Weltweit ist bisher keine einzige Erkrankung an H5N1-Viren durch kontaminierte Lebensmittel bekannt geworden.

Insbesondere in Westeuropa kann davon ausgegangen werden, dass bisher auch keine kontaminierten Geflügelprodukte in den Handel gekommen sind. Zusätzliche Vorsicht beim Umgang mit Lebensmitteln, die über die ohnehin erforderliche Hygiene zum Schutz vor Salmonellose hinausgeht, wird daher derzeit von keiner amtlichen Stelle empfohlen.

Für Auslandsreisen gibt es hingegen eine Empfehlung des deutschen Auswärtigen Amtes: Eier 10 Minuten kochen, Geflügelfleisch muss auch im Inneren eindeutig durchgegart, also an keiner Stelle mehr rötlich sein.

Insbesondere sollte auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten verzichtet werden. Eine präventive Bevorratung mit Tamiflu wird vom Auswärtigen Amt ausdrücklich nicht empfohlen. Vor einer präventiven Einnahme antiviraler Mittel wird von Ärzten zudem gewarnt, da über die biologischen Eigenschaften der Vogelgrippe H5N1 noch zu wenig bekannt sei und für die Wirksamkeit bestehender Arzneien gegen ein möglicherweise noch zu entdeckendes Pandemie-Virus kein Beweis erbracht werden kann.

Damit eine prophylaktische Impfung sicher gegen ein Virus zu wirken vermag, müssen insbesondere dessen Oberflächenproteine bekannt sein. Sollte das derzeit zirkulierende H5N1-Virus mutieren und deshalb vermehrt von Mensch zu Mensch übergehen können, wäre diese neue Eigenschaft wahrscheinlich gerade auf veränderte Oberflächenproteine zurückzuführen. Die Herstellung und Zulassung eines an das veränderte Virus angepassten Impfstoffes könnte daher erst nach Bekanntwerden der Veränderungen, also nach Beginn der verstärkten Mensch-zu-Mensch-Übertragungen beginnen.

Im Februar wurde nach einer Konferenz der deutschen Gesundheitsminister von diesen bekannt gegeben, dass mit der deutschen Arzneimittelindustrie Absprachen über die rasche Herstellung von Millionen Impfstoff-Einheiten getroffen wurden, d. Aufgrund dieser Absprachen erfolgte die rasche Produktion eines Impfstoffs gegen die so genannte Schweinegrippe.

Obwohl ein verlässlicher Impfstoff gegen den Erreger einer Pandemie also erst hergestellt werden kann, wenn der Ernstfall schon eingetreten ist, entwickeln seit ca. Man erhofft sich hiervon, dass die Erfahrungen im Umgang mit den Viren dazu führen, im Fall einer Pandemie rasch auch einen Impfstoff gegen den Pandemie-Erreger herstellen zu können.

Ferner hofft man, dass auch ein unvollkommener Impfstoff eine gewisse immunologische Wirkung zeigen könnte und so genannte Kreuzreaktionen gegen die dann aktuelle H5N1-Variante auslösen könnte. Der spätestens seit Sommer in Südchina unter Geflügel vorherrschende H5N1-Subtyp des Fujian-Stammes wird Hongkonger Forschern zufolge beispielsweise nicht durch jene Antikörper erkannt, die auf den in Vietnam isolierten H5N1-Stamm ansprechen, den die Arzneimittelfirmen als Basis ihrer Impfstoffentwicklung genommen haben.

Dies gilt insbesondere dann, wenn man in H5N1-gefährdete Gebiete reist. Eine Grippeimpfung kann in der Regel eine Vermehrung der bekannten menschlichen Grippeviren unterbinden.

Besonders für Kleinkinder und für Erwachsene ab 65 Jahren kann ferner eine Impfung gegen Pneumokokken sinnvoll sein. Diese Bakterien sind häufig verantwortlich für die einer Virusinfektion unmittelbar folgende Lungenentzündung: Wer sich mit einem Influenza-Virus infiziert und in der Folge stirbt, stirbt normalerweise nicht unmittelbar durch die Viren, sondern an einer Sekundärinfektion ; diese wird häufig durch Pneumokokken hervorgerufen.

Zwei vietnamesische Kinder sollen überdies an einer Enzephalitis gestorben sein, ohne zuvor Anzeichen einer Erkrankung der Atemwege gezeigt zu haben. Von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Daten besagen, dass die Inkubationszeit zwischen 2 und 8 Tagen liegt; allerdings sind auch Fälle mit 17 Tagen Inkubationszeit beschrieben worden. Gelegentlich entwickelten Patienten zusätzlich eine Nierenschwäche, die sich später bis hin zum kompletten Nierenversagen steigerte.

Häufig jedoch stellte sich ein tödliches Lungenversagen ein, oder die Erkrankten starben an einem Multiorganversagen. Die relativ hohe Todesrate ist bei neuartigen Viruserkrankungen nicht ungewöhnlich und erklärt sich u.

Einer Hongkonger Forschergruppe zufolge setzen die Viren vor allem in der Lunge bestimmte entzündungsfördernde Stoffe Zytokine , speziell Interleukin 6 frei, die ganz allgemein die Immunantwort des Körpers gegen eingedrungene Erreger aktivieren. Von den H5N1-Viren werden allerdings drei- bis fünfmal so viele Cytokine freigesetzt wie von Humangrippeviren, was rasch zu einem schweren toxischen Schock und zu Multiorganversagen führen kann.

Gegen Oseltamivir ist die Empfindlichkeit des in Vietnam, Kambodscha und Thailand dominanten Stamms nach diesen Ergebnissen um Faktor 6—7 zurückgegangen, die Empfindlichkeit des zweiten, indonesischen, Stamms hingegen um Faktor 15— Die Forscher vermuten Antigendrift als Ursache der zunehmenden Unempfindlichkeit.

Diese versuchen mit oft erheblichem Aufwand, Übertragungswege und mögliche Veränderungen der Erbanlagen des Virus nachzuvollziehen. Zudem werden von vielen Staaten erhebliche Mengen von antiviralen Medikamenten bevorratet. New Scientist vom Band vom 9. Wild birds worldwide get flu A infections in their intestines, but usually do not get sick from flu infections. Band vom 3. Bird flu data languish in Chinese journals.

Übersicht zu den Erkrankungen von Wild- und Hausgeflügel. Band , , S. Bedingt durch fehlenden Erregerkontakt und Impfverbote haben die europäischen Tierpopulationen keinen Antikörperschutz.

Da jedoch die meisten Tierseuchen in Afrika und Asien noch häufig vorkommen, besteht die ständige Gefahr der Einschleppung. In Enzootiegebieten ist dagegen häufig ein selbstlimitierendes Seuchengeschehen mit teilweise milden Verläufen zu beobachten. Die hier organisierten Länder melden nachgewiesene Erkrankungen an diese Organisation, wo sie gesammelt und die Informationen den Veterinärbehörden zugänglich gemacht werden. Diese Einteilung wurde jedoch aufgegeben, so dass nunmehr alle Tierseuchen in einer einheitlichen Liste [3] geführt werden.

In der Europäischen Union wird eine Harmonisierung der tierseuchenrechtlichen Bestimmungen angestrebt. Wenn Fragen der Lebensmittelsicherheit betroffen sind, wird auch das Europäische Parlament einbezogen. Der Rat hat eine Reihe von Rechtsakten zur Erfassung und Bekämpfung von Tierseuchen erlassen, die unmittelbar in den Mitgliedsländern gelten. November die wichtigste Rechtsgrundlage dar.

Darüber hinaus existieren eine Vielzahl von Richtlinien für einzelne Erkrankungen. Die EU-Regelungen stellen Mindeststandards dar. Sie können durch nationales Recht verschärft werden, um eine erstmalige Einschleppung zu verhindern, wie beispielsweise im Vereinigten Königreich bei der Tollwut , oder um eine Tierseuche durch Bestandssanierungen im Land auszumerzen.

Die EU legt auch fest, ob der Status der Seuchenfreiheit bei einer bestimmten Tierseuche erreicht ist. Seit den er-Jahren setzt die Europäische Union verstärkt auf Bestandstötungen zur Ausmerzung der hochansteckenden Tierseuchen.

Impfungen und Notimpfungen werden als ungeeignet betrachtet, da sie zu einer unbemerkten Erregerpersistenz führen können. Hierbei werden innerhalb der Mitgliedsländer Gebiete definiert, die im Falle eines Seuchenausbruchs gesperrt werden. International arbeitet die EU eng mit den weltweiten Organisationen zusammen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist als Bundesoberbehörde auch für die Zulassung von Impfstoffen sowie für epizootiologische Untersuchungen, die Untersuchung von zu exportierenden und importierten Tieren und Tierprodukten, die Forschung auf dem Gebiet der Tierseuchen, die Aktualisierung der jeweiligen Rechtsvorschriften nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, das Verfassen des Tiergesundheitsjahresberichts und als nationales Referenzlabor für die Diagnostik von Tierseuchen zuständig.

Die Diagnose stellt der Amtstierarzt, bei Bienen auch der Bienensachverständige. Die anzeigepflichtigen Tierseuchen werden durch eine Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen TierSeuchAnzV [7] jeweils aktuell festgelegt. Andere Tierseuchen sind in Deutschland meldepflichtig.

Dies dient vor allem der Statistik und Seuchenbeobachtung. Die meldepflichtigen Tierseuchen werden durch eine Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten [8] jeweils aktuell angepasst letzte gültige Fassung vom Februar , letzte Änderung am Oberste Autorität bei der Tierseuchenbekämpfung ist der Bundeskanzler , insbesondere bei der Ein- und Durchfuhr von Tieren und Tierprodukten. Er bestellt auch für die Grenzüberwachung zuständige Grenztierärzte. Für Tiere der Militärverwaltung und der staatlichen Pferdezuchtanstalten sind diese Einrichtungen selbst für die Tierseuchenbekämpfung zuständig.

Der jeweilige Landeshauptmann muss mindestens einmal jährlich eine Schulung zur Tierseuchenbekämpfung, insbesondere zur Vermittlung der nationalen Krisenpläne, für Amts- und praktische Tierärzte organisieren.

Jeder Halter oder Betreuer von Tieren ist zur Anzeige eines Seuchenverdachts beim Bürgermeister oder der Polizei verpflichtet, die diesen an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde weitermelden, Tierärzte melden einen entsprechenden Verdacht direkt an Letztere. Der Bürgermeister hat über den gesamten Tierbestand, wo sich der Verdachtsfall ereignet hat, eine vorläufige Sperre zu verhängen. Eine Ausnahme stellen Tötungen infolge Räude bei Einhufern und bei Fischseuchen dar sowie Tiere, die bereits zur Schlachtung abgeliefert sind.

Zoonosen unterliegen nach dem Zoonosengesetz einer Überwachungspflicht. Die Tierseuchenpolizei wird vom Kantonstierarzt geleitet, dem weitere amtliche Tierärzte unterstellt sein können. Die Kantone können Viehinspektionskreise bilden und dafür zuständige Viehinspektoren einsetzen.

Sie benennen auch Bieneninspektoren und Wasenmeister. Die zuständigen Organe haben die Rechtsbefugnisse der gerichtlichen Polizei Art. Im- und Exporte sowie der Transit von Tieren und Tierprodukten werden vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen beaufsichtigt. Jeder, der mit Tieren umgeht, ist verpflichtet, einen Seuchenverdacht unverzüglich an einen Tierarzt oder dem Bieneninspektor zu melden Art. Jedes Tier, das einen Bestand verlässt, benötigt ein Begleitdokument.

Darüber hinaus müssen alle Besamungen dokumentiert werden. Der gesamte Tierverkehr wird in einer zentralen Datenbank erfasst. Über das Vorkommen von Tierseuchen in der Zeit vor den ersten schriftlichen Aufzeichnungen ist nichts bekannt.

Genetische Untersuchungen an Tierseuchenerregern geben aber Hinweise, dass sie bereits vor mehreren hundert Millionen Jahren vorkamen. Es gibt Verwechslungsmöglichkeiten zu ähnlichen Krankheitsbildern und die meisten Erkrankungen werden heute nur durch den eindeutigen Erregernachweis amtlich festgestellt. Dokumentierte Fälle der Tuberkulose und Brucellose gibt es bereits aus dem 9.

Der Milzbrand wird bereits v. Eine Zuordnung der beschriebenen Erkrankungen zu den heute bekannten Tierseuchen ist jedoch nicht möglich. Die ersten detaillierten Aufzeichnungen stammen aus griechischen Schriften des 5. Jahrhunderts , das byzantinische Corpus Hippatriocurum Graecorum 9. Jahrhunderts, sowie die Ars veterinaria von Pelagonius.

Jahrhundert entwickelnde arabische Tierheilkunde und die Tiermedizin des Mittelalters in Europa. Jahrhundert bis Mitte des Sie stützten sich vor allem auf die antiken Darstellungen der griechischen und arabischen Tierheilkunde. Die Lungenseuche der Rinder wurde vermutlich erst spät nach Europa eingeschleppt, ältere Beschreibungen könnten auch Verwechslungen mit Milzbrand oder Rinderpest sein. Die erste detaillierte Beschreibung der Maul- und Klauenseuche basiert auf einer Epizootie im Jahr in Italien und stammt von Girolamo Fracastoro De contagionibus et contagiis morbis et eorum curatione , Venedig Wegen dieser Seuche wurden bereits im Jahrhundert in Italien und im Jahrhundert in der Schweiz Ursprungs- und Gesundheitsatteste für Tiere verlangt.

Da es aber keine Entschädigungszahlungen gab, wurden diese Regelungen von den Bauern häufig umgangen. Die Beziehungen zur Tuberkulose des Menschen wurden erst in der zweiten Hälfte des Die verheerenden Verluste durch die Rinderpest und die Notwendigkeit der fachkundigen Betreuung der Pferde der Kavallerie führten zur Gründung der ersten tierärztlichen Ausbildungsstätten: Die Rinderpest gelangte vermutlich mit der Völkerwanderung im 4.

Schätzungen gehen davon aus, dass ihr allein in Europa im Jahrhundert Millionen Rinder zum Opfer fielen. Obwohl der Erreger der Rinderpest erst entdeckt wurde, wurden bereits im Jahrhundert die ersten seuchenrechtlichen Bestimmungen erlassen, die sich auf empirische Beobachtungen zur Verbreitung und Übertragung stützten.

Die Keulung erkrankter Rinder als Mittel der Tierseuchenbekämpfung wurde vom päpstlichen Leibmedikus Giovanni Maria Lancisi vorgeschlagen und erstmals im Fürstentum Calenberg gesetzlich verankert. Lancisi verfügte auch ein Handelsverbot für infizierte Tiere, dessen Missachtung mit dem Tod durch Enthauptung geahndet werden konnte.

Mit dem Rinderpestgesetz vom 7. April wurde im kleinstaatlichen Deutschland ein zunächst für den Norddeutschen Bund , mit der Reichsgründung für das gesamte Deutsche Reich gültiges Gesetz geschaffen. Jahrhundert eine bedeutende Tierseuche, ihr wird sogar ein Einfluss auf den Ausgang des Siebenjährigen Krieges zugesprochen. Die Einführung der Trichinenschau wurde von Rudolf Virchow vorgeschlagen und in Deutschland erst generell gesetzlich vorgeschrieben. Mit Entwicklung der Bakteriologie in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts endet auch die vorätiologische Ära der Tierseuchen.

Dennoch ist über eventuelle Seuchenzüge in der Geschichte wenig überliefert, sie galt bis zum Nachweis der Übertragbarkeit durch Erik Nissen Viborg sogar als nicht ansteckend. Zu Beginn des Jahrhunderts gab es in Ungarn einen verheerenden Ausbruch, dem Sie sind damit die Begründer der Veterinär virologie.

Ein Behandlungsverbot für die Tollwut wurde bereits zu Beginn des Jahrhunderts verhängt, die Tollwut war auch Grund für die Einführung der Hundesteuer um Jahrhundert gibt es auch die ersten sicheren Nachweise anderer Viruserkrankungen. Gleiches gilt für Geflügelseuchen: Die neuen Entdeckungen der ätiologischen Disziplinen und die neue Einheit des Deutschen Reiches blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Tierseuchenbekämpfung und ihre gesetzlichen Grundlagen.

Es enthielt Bestimmungen für neun Tierseuchen und wurde mit dem 2. Juni auf 16 Erkrankungen ausgeweitet.