Regenwald-Wissen

 


Bei der Produktion von Biodiesel aus Ölpflanzen fallen kaum Abfälle an, da alle Kuppelprodukte verwertet werden. Die andere konzentrierte sich auf die Konflikte zwischen Arbeitern und Unternehmern, etwa um die Verteilung der erwirtschafteten Gewinne in Form von höheren Löhnen oder kürzeren Arbeitszeiten. Dabei verlor er seine einst dienende Funktion - die Finanzierung von Investitionen in produktive Zwecke - und wurde zum Selbstzweck: Die daraus resultierenden Steuerausfälle führten in der Folge zur Reduzierung der steuerlichen Vorteile und zur Formulierung von erweiterten gesetzlichen Beimischungsquoten, um die Ziele bezüglich der Reduktion von Treibhausgasen einzuhalten. Umso wichtiger ist es, den dort lebenden Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Mindestlöhne zu zahlen.

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Weltweit wurden im Jahr rund 6,5 Millionen Tonnen Palmkernöl produziert. Etwa acht Prozent des global gehandelten Palmkernöls landet in Deutschland. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht: Allein Indonesien plant, seine Anbauflächen bis auf 20 Millionen Hektar auszudehnen — die Hälfte davon auf Borneo. Dies führte zuletzt in zu verheerenden Waldbränden, die weite Teile Südostasiens in Rauch hüllten. Auch die Biodiversität leidet: Die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen sind menschenrechtlich oft fragwürdig, die Arbeiter unterbezahlt.

Damit stehen sie in direkter Konkurrenz zu Regenwaldflächen. Indonesien und Malaysia sind besonders stark von der Abholzung betroffen. Hier werden rund 85 Prozent des weltweiten Palmöls produziert. Forscher der Queen Mary University of London konnten am Beispiel der Fledermaus zeigen, dass der Plantagenanbau durch die ständige Zerstückelung und Zerstörung tropischer Urwälder katastrophale Folgen hat. Sowohl die Vielfalt von Tierarten als auch die genetische Vielfalt einer Art gehen durch den Anbau der Ölpalme verloren.

Um die landwirtschaftlichen Flächen für den Palmölanbau nutzbar zu machen, werden diese häufig brandgerodet. Das entspricht in etwa der jährlichen Emission von Deutschland.

Doch auch gesundheitsschädigende Aspekte gehen mit der Brandrodung einher. In entwickelte sich in Folge der Brandrodung von Regenwäldern in Indonesien so starker Smog, dass in Malaysia und Singapur Warnungen wegen gesundheitsschädlicher Luftverschmutzung ausgesprochen werden mussten. Meldungen aus den Anbaugebieten - insbesondere in Indonesien - zeigen, dass der Anbau von Palmöl oftmals mit schlechten Arbeitsbedingungen, sozialer Ungerechtigkeit, Landkonflikten und damit mit massiven Menschenrechtsverletzungen einhergeht.

Umso wichtiger ist es, den dort lebenden Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen und Mindestlöhne zu zahlen. Oft sind indigene Völker, die von ihren Ländern vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, vom Anbau der Ölpalme betroffen. Warum ist Palmöl trotzdem wichtig? Dennoch ist ein Verzicht auf Palmöl keine dauerhafte Lösung. Die Ölpalme nimmt den geringsten Teil der gesamten Anbaufläche für die weltweite Öl- und Fettgewinnung ein. Ein Ersatz durch andere Pflanzenöle würde daher nicht zu den gewünschten Zielen führen, sondern das Problem lediglich verlagern und teilweise sogar verschlimmern.

Soja und Kokosnuss beispielsweise wachsen in den gleichen oder ökologisch ähnlich sensiblen Regionen. Für ihren Anbau würden mehr Flächen benötigt, es entstünden mehr Treibhausgasemissionen und es wären mehr Arten bedroht. Auch das wichtigste europäische Pflanzenöl, das Rapsöl, könnte die steigende globale Nachfrage nach Pflanzenölen nicht decken.

Insbesondere die hohe Flächenleistung von Ölpalmen ist eine wichtige Voraussetzung, um den weltweit gestiegenen Bedarf nach Pflanzenölen zu bedienen.

Die Ölpalme hat nicht nur den höchsten Ertrag aller Ölpflanzen im weltweiten Vergleich. Als einzige Nutzpflanze produziert sie gleich zwei für die Industrie interessante Öle. In den Anbauländern selbst ist die Produktion von Palmöl wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Der internationale Handel mit Palmöl eine wichtige Einnahmequelle, der einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten kann.

Darüber hinaus schafft die nicht mechanisierte Ernte der Palmfrüchte, die etwa 15 Mal im Jahr möglich ist, zahlreiche wichtige Arbeitsplätze. Diese werden die vor allem in den ländlichen, häufig strukturschwachen Regionen angeboten.

Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Palmöl werden immer mehr Flächen für den Palmölanbau ausgewiesen. Die Abholzung der Regenwälder ist ein ernstzunehmendes Problem, dass es in den Griff zu bekommen gilt. Um eine Lösung für die dringenden Probleme zu finden und aufgrund der weltweiten Kritik an den Praktiken im Palmölanbau haben sich in den letzten Jahren verschiedene Nachhaltigkeitsstandards zur Zertifizierung der Produktion und Nutzung von nachhaltigem Palmöl entwickelt.

Zertifizierung Zertifizierungssysteme allein können die Probleme im Palmölsektor nicht lösen. Die bestehenden Standards sind insoweit ausreichend, als dass diese Mindestanforderungen an eine nachhaltige Palmölproduktion definieren. Dazu gehören keine Rodung von besonders schützenswerten Wäldern für neue Plantagen Umweltbewusste Produktion Respektierung der Rechte der lokalen Bevölkerung Respektierung von Arbeitnehmerrechten.

Dennoch haben alle Zertifizierungsstandards weiteren Verbesserungsbedarf insbesondere hinsichtlich der Transparenz und den konkreten Anforderungen. Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. Oxidative Abbauprodukte können zu Ablagerungen an den Einspritzpumpen oder zum Filterversatz führen. Die Oxidation des Biodiesels erfolgt durch Luftsauerstoff , der in Radikalreaktionen mit ungesättigten Fettsäuren reagiert und zu Folge- und Abbauprodukten wie Aldehyden , Ketonen , Peroxiden und niedermolekularen Carbonsäuren führt.

Die Oxidationsstabilität wird durch die Induktionszeit definiert. Die organischen Bestandteile des Luftstroms werden in Wasser absorbiert, wobei die Leitfähigkeit des Absorbats gemessen wird. Ein auftretender Knickpunkt in der Leitfähigkeitskurve wird als Induktionszeit bezeichnet. Mit Cloudpoint wird eine Kälteeigenschaft von Dieselkraftstoff und Heizöl bezeichnet.

Er ist die Temperatur in Grad Celsius, bei der sich in einem blanken, flüssigen Produkt beim Abkühlen unter definierten Prüfbedingungen die ersten temperaturbedingten Trübungen bilden. Er wird nach der Methode EN bestimmt. Der Parameter lässt sich durch Zusatz geeigneter Additive beeinflussen. Ein wichtiger motortechnischer Parameter ist die Cetanzahl von Biodiesel. Sie ist eine dimensionslose Kennzahl zur Beschreibung der Zündwilligkeit.

Dabei wird die Zündwilligkeit durch Vergleich mit einem Gemisch von Cetan, einer älteren Bezeichnung für n - Hexadecan , und 1-Methylnaphthalin getestet, wobei der Volumenanteil von Cetan im Vergleichsgemisch der Cetanzahl entspricht. Herkömmliche Dieselmotoren nutzen kleine Anteile von Biodiesel als Beimischung in mineralischem Diesel problemlos. Eine technische Freigabe der Kraftfahrzeughersteller ist hierfür nicht erforderlich. Für höhere Beimischungen und reinen Biodieselbetrieb muss der Motor biodieselfest sein, belegbar durch technische Freigaben der Fahrzeughersteller.

Diesel neigt zur Sedimentbildung. Die Sedimente lagern sich im Kraftstofftank und den kraftstoffführenden Leitungen ab und sammeln sich dort an. Biodiesel hat gute Lösungsmitteleigenschaften und kann daher im Dieselbetrieb entstandene Ablagerungen aus Tank und Leitungen lösen, die den Kraftstofffilter verstopfen können. Bei genügend langer Einwirkdauer kann Biodiesel Autolacke angreifen.

Biodiesel zeigt, speziell bei hohem Wasseranteil, eine Tendenz zu mikrobiologischer Verunreinigung. Dadurch entstehen unter anderem Proteine , die schleimige Emulsionen bilden und die Kraftstoffqualität beeinflussen. Ein Problem stellt der Biodieseleintrag ins Motoröl dar. Wie bei Normaldieselbetrieb gelangt unverbrannter Biodiesel an die Zylinderwand und damit in den Schmierkreislauf.

Erreicht das Motoröl im Fahrbetrieb diese Temperatur, verdampft der herkömmliche Diesel aus dem Motoröl und wird über die Kurbelgehäuseentlüftung der Ansaugluft beigemengt und verbrannt.

Durch höhere örtliche Temperaturen im Schmierkreislauf zersetzt sich der Biodieselanteil allmählich unter Verkokung und Polymerisation , was zu festen oder schleimartigen Rückständen führt.

Für Biodiesel zugelassene Motoren mit Common-Rail-Technologie können die Einspritzzeit und -menge über einen Sensor optimieren, der dem Motormanagement Informationen vermittelt, welcher Kraftstoff oder welches Kraftstoffgemisch eingesetzt wird. So wird es möglich, unabhängig vom verwendeten Kraftstoff und dessen Mischungsverhältnis die Abgasnormen einzuhalten. Es wurden verschiedene Sensorsysteme auf spektroskopischer Basis oder als Leitfähigkeitsdetektor für die Detektion des Biodieselanteils im Kraftstoff erprobt.

Eine Untersuchung der Darmstädter Materialprüfungsanstalt hat gezeigt, dass Korrosionsschutzschichten wie Verzinkung von Biodiesel angegriffen werden können.

Kritisch war hierbei, dass Biodiesel leicht hygroskopisch wirkt und bei einem eventuellen Wassergehalt durch Esterhydrolyse freie Fettsäuren entstehen, die den pH-Wert senken und korrosiv wirken können. Durch eine Beimischung konventionellen Diesels wird dieser Effekt vollständig verhindert. Der Schienenverkehrssektor stützt sich stark auf Erdöl basierende Kraftstoffe. Daher wurde der Einsatz von Biodiesel und dessen Gemischen mit dem Ziel der Reduzierung der Treibhausgase und der Senkung des Erdölverbrauchs in vielen Ländern untersucht.

Das davor eingesetzte Pflanzenöl konnte für die neuen Triebwagen nicht mehr genutzt werden. In Indien wurde der Einsatz von Biodiesel auf Jatropha -Basis eingehend untersucht, da diese Pflanze am besten geeignet schien, unter einer Vielzahl von klimatischen Bedingungen zu wachsen.

Dabei zeigte sich, dass Diesellokomotiven effizient mit einem BBlend auf Rapsölmethylesterbasis arbeiten. Die Verwendung von Biodiesel statt herkömmlichem Diesel für die Berufsschifffahrt oder Wassersportaktivitäten auf Binnengewässern, die als Trinkwasserspeicher dienen, verringert wegen der schnellen biologischen Abbaubarkeit die Gefahr einer Trinkwasserverschmutzung. So wird das Ausflugsschiff Sir Walter Scott auf dem Loch Katrine in Schottland mit Biodiesel betrieben, damit bei einem Unfall die aus diesem See gespeiste Trinkwasserversorgung von Glasgow nicht durch Kontamination mit Kohlenwasserstoffen gefährdet ist, wie dies bei Diesel der Fall wäre.

Für den Bodensee soll untersucht werden, ob sich Biodiesel als alternativer Kraftstoff einsetzen lässt. Um die generelle Einsatzfähigkeit von Biodiesel in der Schifffahrt zu demonstrieren, wurde der Trimaran Earthrace entwickelt. Der Einsatz von Biodiesel im Luftverkehr befindet sich noch in der Entwicklung, der Betrieb von Verkehrsflugzeugen mit niedrigen Konzentrationen von Biodiesel in Mischungen mit Kerosin scheint ohne wesentliche Änderung am Flugzeug, der Flughafeninfrastruktur oder beim Flugbetrieb technisch machbar zu sein.

Biodiesel kann im Prinzip als Bioheizöl verwendet werden, wobei aufgrund der guten Lösungsmitteleigenschaften hohe Anforderungen an die chemische Beständigkeit der verwendeten Heizanlagenkomponenten gestellt werden. Die Europäische Union ist, besonders im Verkehrsbereich, abhängig von auf Mineralöl basierenden Kraftstoffen. Bereits seit der Ölkrise in den er Jahren nahm die allgemeine Besorgtheit über die Abhängigkeit von Rohölimporten zu.

Die Berichterstattung über die globale Erwärmung , besonders seit der Klimakonferenz in Kyoto , regte zudem vielseitige Diskussionen über den Einfluss von Kohlenstoffdioxidemissionen auf das Klima an. Diese Politik verfolgt die EU aus ökologischen Gründen wie der Reduktion von Treibhausgasen und der Verminderung lokaler Umweltbelastungen durch Abgasemissionen , der Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen und um einen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung zu leisten.

Dies konnte durch Verwendung von Biotreibstoffen in Reinform, als Beimischung oder durch Einsatz anderer erneuerbarer Energien erfolgen.

Daraufhin begann eine intensive Diskussion über die Ökobilanzierung von Biodiesel in Deutschland und auf europäischer Ebene. Des Weiteren wurde am Oktober die Energiesteuerrichtlinie in Kraft gesetzt.

Die Richtlinie war nur sechs Jahre gültig, konnte aber bei Bedarf zeitlich ausgedehnt werden. Den Mitgliedstaaten wurde freie steuerliche Gestaltung zugesichert, solange die umweltpolitischen Ziele erreicht wurden. Die Mitgliedstaaten meldeten den Fortschritt an die Europäische Kommission, die wiederum an das Europäische Parlament berichtete.

Im Rahmen einer Politik zur Förderung erneuerbarer Energiequellen legte die Europäische Kommission im Jahr einen Aktionsplan für Biomasse vor mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit , die nachhaltige Entwicklung und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Abhängigkeit Europas von Energieeinfuhren zu verringern.

Die Strategie diente der Förderung von Biokraftstoffen in der EU und in Entwicklungsländern, wobei die Erforschung von Biokraftstoffen der zweiten Generation einbezogen wurde.

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie vom April ersetzte die Biokraftstoffrichtlinie und hob sie auf. Mit dieser Richtlinie legten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verbindlich den bis zum Jahr zu erreichenden Anteil von erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch fest.

Ein kontrovers diskutiertes Thema ist der Einfluss der indirekten Landnutzungsänderung englisch: Sie bezeichnet den Effekt, dass die Anpflanzung von Biomasse, etwa zur Palmölgewinnung für Biodiesel, die Flächennutzung für die Nahrungs- oder Futtermittelproduktion verdrängt. Vor dem Jahr wurden reine Biokraftstoffe wie Pflanzenöl oder Biodiesel gar nicht oder nur geringfügig durch die Mineralölsteuer belastet. Eine Änderung des Mineralölsteuergesetzes stellte zum 1. Viele, vor allem gewerbliche Verkehrsteilnehmer, zogen einen wirtschaftlichen Vorteil aus dieser Regelung, der Marktanteil für Biodiesel stieg in der Folge stark an.

Die daraus resultierenden Steuerausfälle führten in der Folge zur Reduzierung der steuerlichen Vorteile und zur Formulierung von erweiterten gesetzlichen Beimischungsquoten, um die Ziele bezüglich der Reduktion von Treibhausgasen einzuhalten. Das Gesetz stellte Anforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und zum Schutz natürlicher Lebensräume und forderte bestimmtes Kohlenstoffdioxidverminderungspotenzial.

Januar wird der Anteil von Biodiesel, der aus Altspeisefetten und tierische Altfetten hergestellt wurde, gegenüber dem Anteil von Raps-, Soja- oder Palmölmethylester doppelt gewichtet auf die Biokraftstoffquote angerechnet.

Der Bundestag verabschiedete am Juni das Energiesteuergesetz , das die schrittweise Besteuerung von Biodiesel und Pflanzenöl-Kraftstoff vorsah. Für beide Stoffe galt ab der volle Mineralölsteuersatz. Reiner Biodiesel wurde ab August mit neun Cent pro Liter besteuert, eine jährliche Erhöhung um sechs Cent war im Energiesteuergesetz verankert.

Dies führte zu einem deutlichen Absinken des Biodieselanteils am Diesel-Gesamtbedarfsvolumen. Deswegen wurde im Juni das Energiesteuergesetz geändert.

Bereits im Dezember wurde die Besteuerung von Biodiesel im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes [93] erneut geändert. Da der Brennwert von Biodiesel unter dem von Mineralöl liegt, wird der volumenbezogene Steuersatz um zwei Cent unter dem Satz für fossile Kraftstoffe bleiben. Die Biokraftstoffrichtlinie wurde in Österreich im November durch eine Novelle der Kraftstoffverordnung in nationales Recht umgesetzt und im Juni angepasst.

Als Bemessungsgrundlage der Beimischungsquote dient der Energiegehalt der Kraftstoffe. Die Umsetzung der Biokraftstoffrichtlinie wurde in Österreich im Wesentlichen durch die Beimischung von Biodiesel erreicht.

Österreich verfügte über 14 Biodieselanlagen mit einer Produktionskapazität von knapp Biodiesel und andere Heiz- und Kraftstoffe, die gänzlich oder fast zur Gänze aus biogenen Stoffen hergestellt wurden, sind von der Mineralölsteuer befreit. Biodiesel wird in der Schweiz bis sieben Prozent beigemischt, eine gesetzliche Beimischungspflicht für Biodiesel besteht jedoch nicht.

Juli ist Biodiesel in der Schweiz von der Mineralölsteuer befreit, sofern er gesetzlich festgelegte ökologische und soziale Kriterien erfüllt. Die Markt- und Kapazitätsentwicklung für Biodiesel geht einher mit den politischen Vorgaben, besonders der steuerlichen Begünstigung sowie dem vorgeschriebenen Beimischungsanteil zum Petrodiesel. Nach mehreren Jahren mit steigenden Absätzen ging der Verkauf von Biodiesel-Reinkraftstoff in Deutschland ab zurück. Der kraftstoffbedingte Mehrverbrauch, technische Restrisiken und gegebenenfalls Umrüstungskosten waren nur durch einen Preisvorteil für Biodiesel auszugleichen.

Durch die obligatorische Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel erhöht sich der Absatz in diesem Segment, dies glich die Verluste beim Reinkraftstoff jedoch nicht aus. Gleichzeitig stieg auch die Herstellungskapazität für Biodiesel, allein zwischen und vervierfachte sich die Kapazität von 1,2 auf 4,8 Millionen Tonnen. Im Jahr produzierten in Deutschland insgesamt 51 Hersteller Biodiesel, davon waren 31 Unternehmen in den neuen Bundesländern ansässig.

Dies erklärt sich aus dem Marktanteil der zugelassenen Personenkraftwagen mit Dieselmotor. Dabei handelte es sich um US-Biodiesel, der über diese Drittländer exportiert wurde. Argentinien erhebt auf landwirtschaftliche Erzeugnisse einen hohen Exportzoll , während der Zoll auf verarbeitete Produkte wie Biodiesel niedriger ist.

Da Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, ersetzt sein Gebrauch Kraftstoffe auf Erdölbasis, deren künftige Verfügbarkeit bereits mittelfristig als begrenzt angesehen wird. Zudem mindert Biodiesel als erneuerbarer Energieträger die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung im Kraftfahrsektor, da momentan kein Alternativantrieb in ausreichender Menge und Effizienz zur Verfügung steht.

Die Ökobilanz muss neben dem mit Treibhausgasemissionen verbundenen Fremdenergieeinsatz bei der Gewinnung von Biodiesel auch die durch Landnutzungsänderung verursachten Effekte betrachten. Die Untersuchung der biologischen Abbaubarkeit von Biodiesel und dessen Blends durch die Messung der Kohlenstoffdioxidentwicklung zeigte, dass Biodiesel verschiedener Herkunft leicht biologisch abbaubar und daher bei Leckagen weniger umweltbelastend als herkömmlicher Diesel ist.

Reines Pflanzenöl gilt als nicht wassergefährdend. Die Werte sind vergleichbar mit dem Abbau von Dextrose. Gaschromatografische Untersuchungen des Abbaus von B50 zeigten, dass sich die Abbaurate des Dieselanteils gegenüber der von reinem Diesel verdoppelte. Untersuchungen zeigten, dass sich die mikrobiologischen Gemeinschaften durch den Abbau von Biodiesel und seinen Blends auf den kontaminierten Böden veränderten.

Die schnelle biologische Abbaubarkeit des Biodiesels kann sich im praktischen Einsatz in Kraftfahrzeugen als Nachteil auswirken, da sie einhergeht mit einer schlechten Alterungsbeständigkeit.

Im Vergleich zu Dieselkraftstoff wird eine Reduktion der Emissionen von Kohlenwasserstoffen , Kohlenstoffmonoxid und Feinstaub gefunden. Demgegenüber wird in den meisten Studien über erhöhte Emissionen von Stickstoffoxiden berichtet. Verringert werden kann die Rohemission durch NO x -Speicherkatalysatoren oder selektive katalytische Reduktions -Systeme.

Bei der Produktion von Biodiesel aus Ölpflanzen fallen kaum Abfälle an, da alle Kuppelprodukte verwertet werden. Rapsstroh wird gehäckselt und in den Boden als organischer Dünger eingearbeitet. Es trägt zum Erhalt des Humuskörpers und damit zur Bodenfruchtbarkeit bei.

Entsprechende Versuche wurden bereits in der Praxis durchgeführt und sind positiv verlaufen. Das bei der Umesterung entstehende Glycerin kann in der chemischen Industrie weiterverwertet werden, etwa in der Kosmetik.

Monomere wie 1,3-Propandiol , Epichlorhydrin , Acrylsäure und Propen können aus Glycerin hergestellt werden. Die Funktionalisierung von Glycerin führt zu Ethern , Acetalen , Ketalen und Estern , die als Kraftstoffadditiv für Ottokraftstoffe oder Diesel verwendet werden können.

Die Klimaneutralität von Biodiesel ist umstritten. Der Kohlenstoffdioxidbindung beim Wachstum der Pflanze müssen nicht nur die Kohlenstoffdioxidfreisetzung bei der Verbrennung gegenübergestellt werden, ebenso sind die bei Anbau, Herstellung und Nutzung anfallenden Emissionen klimarelevanter Stoffe zu berücksichtigen.

Neben Kohlendioxid spielen hier vor allem die in ihrer Höhe umstrittenen Distickstoffmonoxid -Emissionen eine Rolle, die als eine bedeutende Quelle ozonschädlicher Emissionen gelten. Bei dieser Darstellung wird nicht berücksichtigt, dass beim herkömmlichen Diesel zusätzlich chemisch gebundene Energie Rohöl zugeführt werden muss, die aus einem endlichen Reservoir entnommen wird.

Beim Biodiesel wird im Gegenzug die Strahlungsenergie der Sonne vernachlässigt, die sowieso vorhanden und praktisch unerschöpflich ist. Bei einer alternativen Form der Kraftstoffgewinnung aus Biomasse zu Sundiesel wird die gesamte Pflanze verwendet, wodurch sich der Bruttokraftstoffertrag in etwa verdoppelt.